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Lob der Zionisten

He took the crumbs of the world and he turned it into wealth
Took sickness and disease and he turned it into health

Bob Dylan, Neighborhood Bully

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Als der kleine Rabbi aus der Neturei Karta* davon sprach

Dass es das Los der Juden sein sollte unter fremder

Herrschaft zu leben, der Thora folgend, damit auch

Kein Verbrennungsofen unausgelastet bleiben möge,

Applaudierten die Anwesenden und lachten.

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Als die Zionisten aufhörten dem Thora Gläubigen

Beachtung zu schenken um stattdessen die Waffen

In die Hand zu nehmen, und die Werkzeuge auf die

Wagen zu laden, statt eines Gottes ihrem Verstand

Vertrauend, da hörten die Anwesenden auf zu lachen.

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Die Zionisten nahmen das Land und führten Kriege,

Bauten Kanäle, Straßen, Leitungen und einen Staat

Dem Hass begegnen sie pragmatisch, ihren Feinden

Mit überlegener Feuerkraft: Und weil Israel weiter

Existieren wird, lachen seine Feinde nicht mehr.

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* Die Neturai Karta („Hüter der Stadt“) ist eine extremistische jüdisch-orthodoxe Sekte, die einen israelischen Staat und den Zionismus prinzipiell ablehnt. Der „kleine Rabbi“ ist Moishe Friedmann, ein Wiener Vertreter dieser Gruppe, der bei anti zionistischen Demonstrationen mit der AIK und arabischen Aktivisten auftritt. International berühmt wurde er jedoch, als er sich bei einer Holocaust Leugner Konferenz in Teheran mit Ahmedinejad ablichten ließ und dort zwischen Holocaustleugnern aller Art die Opferzahl der Shoah auf 1 Mio reduzierte. Trotz der Tatsache, dass Gastgeber und Teilnehmer die Realität der Shoah überhaupt bestreiten, wurde sein Vortrag begeistert beklatscht.  Friedmann hielt bei einer Rabbinerkonferenz 2004 (hier veröffentlicht auf der Website der österreichischen palästinensischen Gemeinde) einen Vortrag, in dem er seine eigene Version lieferte, warum die Juden am Holocaust selber schuld sind, und nur sein Thora Gläubiges Judentum Anspruch darauf hat, das Judentum zu repräsentieren. Obwohl die Neturai Karta eine isolierte Splittergruppe darstellt, wird ihre Bedeutung für den islamisch inspirierten Antisemitismus sträflich unterschätzt. Friedmann und seine Kumpane  liefern einen religiös motivierten Antizionismus, der gläubigen Muslimen eine Alternative zu einem nazistischen Rassenantisemitismus bietet und als jüdische Kronzeugenregelung wesentlich besser vermarktbar ist. Ich werde demnächst mehr dazu schreiben.

Kategorien:Culture and War
  1. tarzun
    September 13, 2010 um 18:47

    Ein bezeichnendes Bild unter http://de.toonpool.com/user/64/files/atom_sarrazin_968685.jpg.

    Dieser Mann ist kein Mitglied einer extremistischen Organsiation oder doch?
    Was ist denn extremistisch? Wer definiert das? Und unter welchen Maximen?

    Die Aussage „… die einen israelischen Staat und den Zionismus prinzipiell ablehnt.“ ist irreführend, da
    es sich hierbei um die selbe Sache handelt. Das einzige Ziel des Zionismus ist die Errichtung eines Nationalstaates für das jüdische Volk. Also für mich ist das ein Gottesstaat. So wie der Iran. Beide Staaten halten sich an ihre Religionen.

    Und Religionen sind wie Drogen. Sie benebeln, rauben die Vernunft, sie trennen den Konsument vom Rest der Welt ab. Die Umwelt sind in diesem Fall die Andersgläubigen und Nichtgläubigen. Das Fremde, das Böse, das Gefährliche. Die Jenigen aber, welche die Droge spenden sind heilige, unantastbare Idole, die Jenigen, welche sie mitkonsumieren, eben Freunde in einer Gemeinschaft.

    Teile und Herrsche…….

    • September 14, 2010 um 21:40

      Wie gesagt: Der religiöse Spinner ist der Rabbi Friedman und die Zionisten sind eine säkulare Bewegung. Israel ist kein Gottesstaat und Religion keine Droge. Verwirrung herrscht allerdings überall…

      • tarzun
        September 18, 2010 um 00:24

        Dem mit der Verwirrung stimme ich zu. Und das Friedmann ein religiöser Spinner ist, möchte ich nicht ernsthaft bezweifeln, da ich eben von Priestern nicht besonders viel halte, aber noch weniger von deren LIPPENLESERN.

        Aber zu behaupten, das der ZIONISMUS EINE SÄKULARE Bewegung sei ist durch nichts zu rechtfertigen.
        Die Aussagen des Autors der Einleitung des nachfolgenden Links zeichnen ein deutlich anderes Bild des Zionismus.

        http://www.zionismus.info/grundlagentexte/gruender/sokolow.htm

        Würde der Blogverfasser mit den Ansichten des Herrn A. J. Balfour weitgehend konform gehen? Und wenn nicht in welchen Punkten?

        Gruß,

        tarzun

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