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The Neighborhood Bully oder Warum ist Antizionismus bei Linken so populär? (4)

Hier findet man die ersten drei Beiträge:

https://dieweltohneuns.wordpress.com/2010/06/08/the-neighborhood-bully-oder-warum-ist-antizionismus-bei-linken-so-popular-1/

https://dieweltohneuns.wordpress.com/2010/06/08/the-neighborhood-bully-oder-warum-ist-antizionismus-bei-linken-so-popular-2/

https://dieweltohneuns.wordpress.com/2010/06/08/the-neighborhood-bully-oder-warum-ist-antizionismus-bei-linken-so-popular-3/

In einem Beitrag des ZDF zur jüngsten Krise um das aufgebrachte Schiff vor den Küsten Gazas konnte man einen ranghohen Vertreter jener federführenden Organisation lächelnd in die Kamera blicken sehen, der sich äußerst zufrieden mit dem Ergebnis der Aktion zeigte. Das Ziel der Reise war „Israel zu desavouieren“. Dass neun seiner Leute dabei getötet wurden schien ihn nicht im Geringsten zu stören, schließlich war ihr Tod ja der Grund, warum Israel desavouiert werden konnte. Man entdeckt keine Trauer, keine Empathie oder auch nur eine Spur menschlicher Anteilnahme in solchen Figuren. Solcher Zynismus wird von linken Antizionisten konsequent ignoriert. Der Preis, den sie dafür zahlen ist allerdings hoch. Die Negierung Israels als Partner in einem Frieden hat dazu geführt, dass die palästinensische  Bevölkerung fast 20 Jahre nach Oslo noch keinen Schritt weiter ist. Sie haben keinen eigenen Staat, sie haben keine Zukunft und werden von Israelis und arabischen Staaten nur als Problem behandelt. Die Doublestandards, die von westlichen Regierungen Israel gegenüber angeblich an den Tag gelegt werden, spiegeln nur das eigene Versagen der antizionistischen Ideologie wieder. Seit über 60 Jahren werden die Kinder und Enkel der Flüchtlinge in Lagern im Libanon, in Syrien und anderswo als Underdogs gehalten, sie haben keine Chance auf Integration in den Ländern in denen sie geboren wurden, keine Aussicht auf Arbeit oder Bildung. Diktaturen und autoritäre Abenteurer benutzen sie als Verschubmasse für antizionistische Propaganda, die letztlich nur dazu dient innenpolitische Spannungen zu überbrücken. Der Kampf um die feindlichste Haltung Israel gegenüber ist ein Wettbewerb muslimischer Autokraten, mit denen sie sich auf Kosten der palästinensischen Zivilbevölkerung als Führungsmacht der islamischen Welt profilieren wollen. Menschenrechte, die zu Hause keinen Pfifferling wert sind, werden auf einmal zur Propagandawaffe  mit der sich trefflich gegen den Westen, die USA oder den Zionismus polemisieren lassen, wenn man die Lage der Palästinenser auf die Agenda setzt, mit einberechnend, dass diese nur dann einen Wert haben, wenn man sie als Unterdrückte und Objekte einer muslimischen Solidarität verkaufen kann. Was wiederum bedeutet, dass das Elend der Palästinenser unbedingt verlängert werden muss. Sonst haben sie keine Wert mehr. Versteht man das, versteht man auch, warum es bis heute keine Verständigung und keinen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern gibt. Die UNO ist eine Agentur antiisraelischer Propaganda, in der sich  Staaten wie der Sudan mit der Hilfe Chinas erfolgreich von jeder Verantwortung von ihren Massenmorden verabschieden können, während man sich die zionistische Aggression herbei phantasiert.

Ist es wirklich von Bedeutung, ob die tragenden Akteure solcher Entsetzlichkeiten Antisemiten sind oder einfach nur miese Arschlöcher? Wir sollten uns ganz klar dazu bekennen, dass wir den Antizionismus als einen Feind betrachten. Er ist ein Feind jedes Friedens in Nahost, er ist Instrument und Katalysator all jener kriegslüsternen Mörderbanden, die die Gesellschaften der Region terrorisieren. Der Antizionismus ist eine ökologische Katastrophe für Politik, die Menschenrechte und ein Mindestmaß an Demokratie und Meinungsfreiheit garantieren will. Er ist ein Feind jeder Art von Gleichberechtigung und Emanzipation, weil er sich mit Haut und Haar den schlimmsten religiösen Fanatikern ausliefert und ihren Hass auch noch unterstützt. Antizionistische Politik ist das Ende jeder Politik.

Es ist hoch an der Zeit, dass sich die halbwegs noch bei Sinnen befindlichen Linken, Rechten, Aufgeklärten oder einfach nur Abgeklärten darauf konzentrieren, diesem Wahnsinn zu begegnen. Nicht durch gesteigerte Frequenzen von Antisemitismusvorwürfen wird man diesen moralischen Zweitligisten beikommen, sondern durch die Sichtbarmachung ihrer totalen Unfähigkeit. Es ist Zeit zu hinterfragen, ob ihr Engagement für die Palästinenser wirklich dem Wohl der Palästinenser gilt. Nicht mehr länger dürfen diese menschenverachtenden zynischen Bastarde rhetorische Floskeln von „humanitärer Hilfe“ im Mund führen, ohne dass man ihre prinzipielle Menschenfeindlichkeit und ihren Hass auf alles Lebendige denunziert.

Kategorien:Culture and War
  1. Erna Hek
    Juni 10, 2010 um 17:17

    Vielen vielen Dank für diesen klugen und aufschlussreichen Artikel! Das Bild, das die „Linke“ derzeit der Öffentlichkeit präsentiert, hat mich fassungs- und ratlos gemacht. Nach der Lektüre des Artikels begreift man ein bisschen, wie es dazu kommen konnte, wenn es dadurch auch nicht weniger abscheu- und grauenerregend wird.

  2. Niki K
    Juni 17, 2010 um 07:36

    Habe die vier Teile genossen, besonders die begriffliche Abgrenzung zwischen Antizionismus und Antisemitismus. Das solltest du noch als eigene Serie ausarbeiten.
    Weniger gefällt mir das Geschimpfe weil: Die Antiimps sind halt nun einmal wortgewaltig da. Bleib deinem Motto „Dabei sein ohne mitzumachen“ treu und zementiere dich nicht in einer Anti-AntiImp-Position ein.

    @Israel. Die innerisraelische Angst wieder vertrieben zu werden scheint jede Friedenschance im Keim zu ersticken. Diese Angst können sich letztendlich nur die Israelis selbst nehmen.

    @Europa. Wie gelingt es uns, Vertreibung in Zukunft zu verhindern? Kann sich jede Gemeinschaft hier sicher vor Verfolgung sein? Ich möchte das zugespitzt formulieren: Integration ist die ständige Drohung mit Vertreibung oder Apartheid. Wir brauchen keine integrierte Gesellschaft sondern einen urbanen Umgang mit Parallelgesellschaften. Mal sehen, wie es der muslimischen „Subkultur“ hier ergehen wird.

    @Zionismus. Er ist für Europa insofern bitter, als dass er Europa nicht zutraut, ein gutes Land für Juden zu sein. Sollte es aber wieder werden.

  3. Infidel
    August 19, 2012 um 22:19

    Ich hab mich schon lang gefragt, was denn am Islam „marxistisch“ sein soll. Ist bei der Hamas der Sozialismus ausgebrochen, oder gar im Iran? Der „Nahostkonflikt“ nützt ja weder der jüdischen, noch der „Palästinensichen“ Arbeiterklasse. Oder hat es sich bei den Linken noch nicht rumgesprochen,daß es auch „palästinensiche“ Arbeiter gibt? Oder werden Palis als „Ersatz-Vietcongs“ betrachtet? Und noch was merkwürdiges: Während z. B. die sozialpolitischen Forderungen der Linken bestenfalls ignoriert, wenn nicht pauschal polemisch untergebuttert werden („Sozialpolitik=Kommunismus, und man hat ja gesehen,was dabei herauskommt“) , können ihnen die anderen islamophilen Blockparteien gar nicht genug die Schultern klopfen, wenn es um linken Antizionismus geht. Der Medien-Erfolg linker, islamophiler Antizionisten beruht also vor allem darauf, daß sie den nützlichen Idioten, wenn nicht gar Hofnarren, fürden restlichen Bundestag spielenn.

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